Klangvolle Stimmen machten Liederabend zu einem echtem Hörgenuss

Wie vielseitig Chormusik sein kann, stellte der Männerchor „Liederkranz" bei seinem großen Liederabend „Kommt singt mit uns" eindrucksvoll unter Beweis.

Das Auftaktkonzert anlässlich des 125jährigen Jubiläums in zwei Jahren wurde für die vielen erschienenen Gäste zu einem echten Hörgenuss.
Über 60 musikinteresssierte Zuhörer zog es am Wochenende in den Kultursaal in Neuensee. Ziel des Liederabends, so Vorsitzender Ralf Herbst in seiner Ansprache, sei es, neue Mitglieder für den Liederkranz zu gewinnen. „Daher möchten wir heute nicht nur Teile unseres neuen Liedgutes vorstellen, sondern den Anwesenden auch einen kleinen Einblick in unser Vereinsleben geben." Da der Männerchor meist nur zu kirchlichen Anlässen zu hören seie, wolle er beim Liederabend nun auch ein anderes Feld der Sangeskunst präsentieren. „Wir möchten nicht das übliche Standartprogramm bringen, sondern Lieder, die man nicht alle Tage hört", so Herbst weiter.

it dem schwungvoll gesungenen „Wer hier mit uns will fröhlich sein" von Kurt Lissmann begrüßten die Gastgeber unter der Leitung von Dirigent Helmut Gick die erschienen Gäste. Das Motto des Konzerts „Kommt singt mit uns", zog sich hierbei wie ein roter Faden durch den Abend. Vielen der Musikinteressierten war anzumerken, dass sie am liebsten selbst mitgesungen hätten. Und auch den 28 Sangesbrüdern machte es sichtlich Freude, ihre abwechslungsreichen Melodien vorzustellen. Ob nun der rheinische Fuhrmann besungen wurde, oder die Neuenseer Madla - der homogene Chorklang, die präzise Artikulation und die klangvollen Stimmen erfüllten festlich und erhaben den frühlingshaft geschmückten Kultursaal und ließen das Zuhören zu einem musikalischen Genuss werden. Gefühlvoll, rhythmisch und in der Aussprache perfekt erklangen die Chorsätze „Hymne an das Lied", „Mala moja" und „Warum bist du gekommen". Eine lobenswerte Leistung zeigte der Liederkranz bei dem Lied „Drei Wochen vor Ostern" von Bernhard Weber unter der Leitung von Ehrenchorleiter Edgar Nemmert.

ynamisch und ausdrucksstark sangen die Sänger abwechselnd und sich gegenüber gestellt einmal den weilblichen und dann den männlichen Part eines Brautpaares, dass bald heiraten will. Auch den zu vollziehenden Tonartwechsel meisterten sie gekonnt.

Nachdem der Liederkranz mit seinem letzten Stück, dem „Schifferlied", andächtige Stille in den Saal gezaubert hatte, betraten Helmut Gick und Pino Neapolitan die Bühne. Der Auftritt der beiden Sänger, die mit italienischen Slang die Lieder „Stella dárgento" und „Blau wie das Meer" vortrugen, vermittelte eine fröhliche Urlaubsstimmung unter den Besuchern. Mit leichter Gitarrenmusik untermalt wurde ihre „etwas andere" Interpretation des italienischen Liedgutes zu einem der Höhepunkte des Abends. Bei den einzelnen Darbietungen sprang der Funke schnell von der Bühne ins Publikum über und langanhaltender Beifall belohnte alle Mitwirkenden. Nach etwa 90 minütigem Chorgenuss wurde der rundum gelungene Abend doch noch seinem Motto treu. Der gesamte Saal stimmte bekannte Weisen an und alle zusammen sangen „Falleri fallera" .
Gesang verbindet eben und schlägt Brücken von Mensch zu Mensch.

Veröffentlicht am 19.04.2005 (Fränkischer Tag / OT)

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